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Chancen für eine aktive und innovative Kommunal- entwicklung im 21. Jhd

veröffentlicht am 24. April 2017
DI Dr.  Hannes Oberschmid von DI Dr. Oberschmid Hannes
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Der Aufbau von intelligenten Netzwerken zwischen Kommunen, Betrieben und Bewohnern ist der wichtigste Ansatzpunkt für eine zukunftsweisende Kommunalentwicklung. Wir zeigen Ihnen Optionen dafür, wie Sie die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts aktiv aufgreifen und als Chancen nutzen.

Digitalisierung als Chance begreifen

Jedes Entwicklungsvorhaben beginnt mit einem Verständnis für die Veränderungen und für die Chancen, die damit einhergehen. Der entscheidende Veränderungstrend liegt in der digitalen Mobilität und Vernetzung. Dabei ist uns allen klar, dass die Digitalisierung schon lange begonnen hat – soziale Netzwerke, Apps, GPS-Navigation u.v.m. sind heute selbstverständlich. Uns ist aber nicht bewusst, dass alles Bisherige – vom Smartphone bis zum selbstfahrenden Auto – erst der Anfang war.

Intelligente Kommunalentwicklung im 21. Jahrhundert bedeutet, dass man die Chancen der neuen Technologien rechtzeitig nutzt und so besser auf wirtschaftliche, soziale und politische Herausforderungen reagieren kann. Denn die technologische Ausstattung unserer Gemeinden bestimmt die Zukunft – unsere Wirtschaft, wie wir leben, wohnen und arbeiten. Alle Dinge werden digital vernetzt, sobald es sich wirtschaftlich lohnt. Aber immer mehr Kommunen agieren schon vorher smart und setzen ihre eigenen Entwicklungsprojekte um. Die Verantwortungsträger fragen sich: Wie kann meine Gemeinde vorne dabei sein und einen Mehrwert für sich generieren?

Aufgaben der vorausschauenden Standortentwicklung

„Smarte" Politik und Standort-Management sind die Basis für den Erfolg jeder Kommune. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wie Energiewende, Urbanisierung, Digitalisierung und Infrastruktur- und Investitionsbedarf lassen keine andere Wahl, als auch smarte Lösungen des 21. Jahrhunderts anzuwenden. Integrierte Stadtplanung, Wohnen und Arbeiten in der Kommune, intelligente Betriebsansiedelung, innovativer Unternehmergeist, kooperative Geschäftsmodelle, kommunale Energieerzeugung, sektorenübergreifende Infrastrukturen und kreative Hightech-Netzwerke sind nur einige der aktuellen Lösungsansätze.

Dabei baut die intelligente Kommune auf drei Säulen auf. Erstens stellt die Technologie die Basis bereit (IT-Lösungen, Sensorik, Internet der Dinge). Zweitens muss die Kommune die Steuerung im Sinne der Orchestrierung übernehmen (smarte Institutionen, E-Governance). Am wichtigsten aber stehen drittens die Menschen im Zentrum: Sie sorgen für die Bildung von Netzwerken, entfalten die ökonomische und kulturelle Wirkung eines urbanen Raums, schaffen innovative Milieus, leben täglich wirtschaftliche Verantwortung und soziale Inklusion – und entwickeln die zukunftsfähige Lebens- und Wirtschaftsweise mit.  

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Abbildung 1: Die Stadt der Zukunft ist das Werk von vernetzten Akteuren

 

Die Kommunalentwicklung über Netzwerke gestalten

Die Entwicklung der personellen Beziehungen ist der Hauptfaktor für erfolgreiche Kommunen. Personen und Netzwerke bilden das Rückgrat der Wirtschaft, und die zukünftige Gemeinde ist ihr Werk. Erfolgreichen Kommunen und Regionen gelingt daher der Aufbau von Innovationsgeist und Unternehmertum, bspw. mit einer digital gestützten Plattform zur Vernetzung von Start-ups, Unternehmen und Investoren. Die Grundlage dafür liefert die bewusste Förderung von Themen wie Qualifikation, Human- und Fachkräftepotenzial, lebenslanges Lernen und gesellschaftlicher Teilhabe. Die smarte Kommune entwickelt ihre Vision und klare Schwerpunkte dafür, treibt ein zukunftsfähiges Entwicklungskonzept voran und unterstützt Betriebs- und Fachkräfteansiedelung aktiv und systematisch.

Wichtige Rahmenbedingungen und Standortfaktoren sind dabei die Erreichbarkeit durch Verkehrs- und Mobilitätsangebote. Der Wandel bedeutet hier abermals Chancen, denn die digitale Vernetzung durch hochwertigen Breitbandausbau bringt große Potenziale für die wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Räume. Auch die Energiewende hilft nicht nur dem Erhalt unserer Umwelt, sondern bietet in Form der dezentralen Energieerzeugung Gemeinden die Möglichkeit, selbst von diesem großen Industriezweig zu profitieren. Der Aufbau von kleinen Anlagen und die Einspeisung ins örtliche Netz schaffen Investitions- und Beschäftigungseffekte vor Ort. Auch der smarte Umgang mit knappen Ressourcen kann bspw. im kooperativen Flächenmanagement den Verlust von wertvollen Zukunftsräumen mindern und die Standortqualität aufwerten.

Fahrplan für die intelligente Standortentwicklung

Eine „smarte“ und integrierte Betrachtung der heutigen Themen ist unerlässlich, denn Lebensqualität entsteht erst aus der Verbindung von Wohnen und Arbeiten und im Austausch mit der sozialen und natürlichen Umwelt. Egal ob es um die smarte Kombination der Flächenwidmungen geht, um Kinderbetreuungsangebote oder um Apps für lokale Wirtschaftsnetzwerke oder Freizeit – die Kommune spielt die zentrale Gestaltungsrolle und hat die digitale Zukunft in der Hand. Geht man als Verantwortungsträger ans Werk, stellt man schnell fest, dass vielerlei äußere und innere Einflussfaktoren auf die Gemeinde einwirken.  

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Abbildung 2: Auf Gemeinde und Stadt wirken unzählige Einflussfaktoren ein – Smart Cities schaffen integrale Lösungen

 

Diese Komplexität lässt sich aber in drei simplen Schritten navigieren. Für einen erfolgreichen Umgang mit den Herausforderungen begleiten wir unsere Kunden und Partner seit vielen Jahren in einem bewährten und strukturierten Strategieprozess. Wir unterstützen sie (1) bei der Strategiefindung, (2) beim Aufbau der benötigten Funktionen und (3) bei der Umsetzung und Finanzierung. Damit gelingt es vorausschauenden Kommunen integrale Lösungen für Gegenwart und Zukunft im 21. Jahrhundert zu schaffen.

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Abbildung 3: Komplexität in drei simplen Schritten navigieren