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Disruptive Geschäftsmodelle als Basis für Innovation?

veröffentlicht am 20. März 2017
Mag.  Heimo Kniechtl von Mag. Kniechtl Heimo
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Seit 2015 lädt AUSTIN | BFP regelmäßig Finanzmanager der steirischen Wirtschaft zum zwanglosen Erfahrungsaustausch auf Top-Management-Ebene und Diskussion aktueller Entwicklungen und Herausforderungen im Business Development. Im Rahmen des 4. Finance Circles, am 22. November 2016, wurde das Thema „Disruptive Geschäftsmodelle“ durch ein Impulsreferat von Ralf Mittermayr, Vorstand der Saubermacher AG, zur Entstehungsgeschichte der wastebox eingeleitet.

wastebox, ist ein neues Geschäftsmodell der Saubermacher AG, welches eine flächendeckende Entsorgung von Baustellenabfällen auf Basis vollständig digitaler, papierloser und transparenter Prozesse ermöglicht.

Kann Innovation in einem seit Jahrzehnten unveränderten Gewerbe nur inkrementell stattfinden? Sind etablierte Geschäftsmodelle immun gegenüber radikalen Veränderungen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Management, um Ideen für neue Dienstleistungsmodelle zu entwickeln und deren Umsetzbarkeit zu prüfen.

Dabei wurden neue Ansätze gefunden, die eine Optimierung des Logistikanteils, im Speziellen von dynamischen Touren für Baustellenabfälle ermöglicht. Ergebnis des Innovationsprozesses war die vollständige Digitalisierung des Managements von Baustellenabfällen. Über eine eigens entwickelte App können Baustellenmulden jederzeit bestellt und wieder zur Abholung geordert werden. Die App ist in der Lage Kundenanforderungen automatisiert zu melden und die logistisch am günstigsten positionierten Fahrzeuge aller Kooperationspartner zu koordinieren.

Die Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells erforderte unternehmensintern auch den Aufbau neuer Kompetenzen, um eine Digitalisierung von Prozessen zu ermöglichen. Ein sichtbarer Folgeeffekt im Unternehmen ist der Aufgriff neuer Methoden und Technologien durch andere Unternehmensbereiche und ein sukzessives Sichtbarwerden der Digitalisierungstendenzen im Geschäftsleben.

Die anschließende Diskussionsrunde unter den Teilnehmern hat gezeigt, dass unterschiedliche Anforderungen bzw. Bedrohungen in den einzelnen Branchen durch zunehmende Digitalisierung wahrgenommen werden und ein strategischer Blick in die Unternehmenszukunft aus Sicht des verantwortlichen Managements mehr denn je gefordert ist. Als zentrales Ziel gilt es, Gefahren aus dem Markt bzw. durch potentielle Mitbewerber zu erkennen und diesen durch Eigeninitiative und Innovation entgegenzutreten.

Der nächste Finance Circle wird voraussichtlich im Frühling 2017 stattfinden. Eingeleitet wird die Veranstaltung zum Thema Divestment & Core Business Strategische Ausrichtung in Konzernunternehmen von Mag. Michael Viet, Sandvik Mining and Construction.