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Ein durchdachtes F&E Management spart Kosten und steigert die Effizienz

veröffentlicht am 24. Juni 2016
DI Dr.  Hannes Oberschmid von DI Dr. Oberschmid Hannes
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Mit Hilfe eines zielgerichteten und durchdachten F&E Managements, kann die Messung und das Controlling sowie das Projektmanagement im F&E Bereich deutlich verbessert werden und beträchtliche Kosteneinsparungen sowie eine deutliche Steigerung der Effizienz der F&E erzielt werden.

Die zunehmende Globalisierung von Märkten und die Verkürzung von Produkt- und Technologiezyklen, zwingen Unternehmen Innovationen schneller und effizienter als die Mitbewerber zu realisieren. Dem F&E Bereich und im speziellen einem gut funktionierenden und durchdachten F&E Management kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Um den hohen Anforderungen am Markt in Zukunft gerecht zu werden, ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung des F&E Managements zwingend erforderlich. Die Studie von Austin | BFP in Kooperation mit der Universität Graz machte Verbesserungspotenziale bei österreichischen Mittel- und Großunternehmen sichtbar. 

Diese hatte zum Ziel, das bestehende F&E Management bei ausgewählten Unternehmen zu erheben, um den Bedarf und das Verbesserungspotenzial im F&E Bereich daraus ableiten zu können. Dazu wurde österreichweit eine Online-Befragung durchgeführt, an der 115 Unternehmen teilnahmen. Die Ergebnisse wurden in einem zweiten Schritt durch Experteninterviews ergänzt und anschließend ausgewertet.


Die Probleme und Herausforderungen, mit denen sich die Unternehmen konfrontiert sehen, können auf fünf Bereiche herunter gebrochen werden:


F&E-Strategie: Die Entwicklung eines strategischen Gesamtkonzeptes in Organisationen muss weiter vorangetrieben werden, da in vielen Fällen keine Anbindung der F&E-Strategie an die Unternehmens- und Finanzierungsstrategie stattfindet.
F&E-Organisation: Das F&E-Personal wird zunehmend mit bürokratischen Tätigkeiten belastet und es gibt Probleme bei der Identifizierung und Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, obwohl viele der Unternehmen eine eigene Ressourcenknappheit aufweisen und daher auf Kooperationspartner angewiesen sind.


Auf die Kooperationstätigkeiten sollte mehr Wert gelegt werden und ein aktives Zugehen auf mögliche Kooperationspartner forciert werden.
F&E-Impulse: Zwar ist die Mehrheit der Impulse für die F&E-Tätigkeiten der Unternehmen sowohl markt- als auch technologiegetrieben, es gibt in vielen Fällen jedoch keine klare Aufbau- und Ablauforganisation zur Auswahl und Priorisierung von Forschungsthemen in den Organisationen.
F&E-Finanzierung: Die Förderung von F&E in Österreich ist aufgrund der mangelnde Möglichkeit der Inanspruchnahme von Beteiligungskapital (Venture Capital) und Bankkrediten für die Finanzierung der Forschung und Entwicklung für die Unternehmen von äußerst großer Bedeutung.
F&E-Messung: Die Messung der F&E-Aktivitäten in den Unternehmen sollte verbessert werden und ein integriertes F&E-Controlling etabliert werden. Denn nur wer auf Erfahrungswerte und Kennzahlen aufbauen kann, kann auch entsprechend planen oder rechtzeitig Probleme in den F&E-Projekten erkennen.