LOGIN FÜR KUNDEN HELPDESK LANGUAGE: DE / EN PRESSESPIEGEL KARRIERE STANDORTE

Forschungsprämie für Start-ups - zahlt sich der Aufwand überhaupt aus?

veröffentlicht am 03. Mai 2018
Mag.  Petra Lahofer von Mag. Lahofer Petra
ZUR ÜBERSICHT

Immer wieder bekommen wir die Frage gestellt, ob sich der Aufwand zur Beantragung der Forschungsprämie überhaupt lohnt, wenn man ein junges Start-up mit wenig Personal ist, oder ein kleiner Fertigungsbetrieb mit eigener F&E. Denn gerade während der Gründungsphase und in den ersten Jahren des Wachstums können entwicklungsintensive Start-ups besonders hohe Zuschussförderungen für ihre F&E Tätigkeiten generieren. Und genau diese Zuschussförderungen schmälern dann die Bemessungsgrundlage für die Forschungsprämie.

Unsere langjährige Erfahrung im Bereich der Forschungsprämie und in der Zusammenarbeit mit vielen Start-ups hat jedoch gezeigt, dass man hier, von Fall zu Fall, durchaus eine sehr attraktive Forschungsprämie vom Finanzamt generieren kann.

Zu den typischen Kosten eines F&E intensiven Start-ups zählen u.a. F&E Personal, Verwaltungspersonal, Geschäftsführung, Miete, Investitionen für Infrastruktur (Büro, Technik, Labor,..), Drittkosten für ausgelagerte Entwicklungen, Verbrauchsmaterialien und Beratungskosten wie z.B. Patentanwaltskosten. Dem gegenüber stehen geringe Umsätze durch erste Einnahmen und ggf. attraktive, hohe Förderungen für Gründungsvorhaben, F&E Tätigkeiten und Investitionen (z.B. bis zu 70 % Zuschuss und Darlehen von der FFG, und/oder aws pre-seed Zuschüsse von bis zu 80 %).

In der direkten Forschungsförderung werden aber z.B. Gemeinkosten nur mit einem Pauschalschlüssel von 25 % auf Personal-, Sach- und Infrastruktur- und Reisekosten anerkannt, bei der Forschungsprämie hingegen können F&E relevante Gemein- und Verwaltungskosten im Ausmaß einer verursachungsgerechten Schlüsselung für die Bemessungsgrundlage herangezogen werden, die z.T. bei weitem über den 25 % liegen kann.

Ein weiterer, wesentlicher Unterschied zeigt sich bei den F&E Investitionen. Wird bei der direkten Forschungsförderung nur die anteilige AfA im Ausmaß der Nutzung im Projektzeitraum gefördert, können die Infrastrukturanschaffungen (inkl. Grundstücke), soweit sie nachhaltig der F&E dienen, in voller Höher der Anschaffungskosten im jeweiligen Anschaffungsjahr in die Bemessungsgrundlage aufgenommen werden.

Diese und weitere Unterschiede zwischen direkter Forschungsförderung und der Forschungsprämie können letztere für Start-ups durchaus sehr attraktiv machen!

Eine erste Sichtung bzw. Gegenüberstellung der relevanten F&E Aufwände und Einnahmen in Form direkte Subventionen kann sehr schnell Aufschluss darüber geben, ob eine Beantragung der Forschungsprämie Sinn macht.

Gerne sehen wir uns das mit Ihnen gemeinsam an.

Kontakt: AUSTIN | BFP - Funding Team - foerderungen@austin-bfp.at

Tags: Funding