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Trends in der Wertschöpfungskette für Zulieferunternehmen

veröffentlicht am
DI Dr.  Hannes Oberschmid von DI Dr. Oberschmid Hannes
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Aktuelle Trends in der Wertschöpfungskette für Zulieferungsunternehmen

Für Zulieferungsunternehmungen ist es von großer Bedeutung die aktuellen Trends in der Entwicklung der Wertschöpfungskette im Auge zu behalten um schnell und effektiv darauf reagieren zu können. Der derzeitige Trend weist auf eine deutliche Zunahme an Wertschöpfungsanteilen für Zulieferungsunternehmungen hin, sowohl in der F&E als auch in der Produktion. OEMs fokussieren sich derzeitig auf die zusätzlichen Kernkompetenzen von Zulieferungsunternehmungen. Speziell durch die immer schnelleren Innovationszyklen wächst die Etablierung an Engineering Dienstleistungen. Dies beruht auf der zunehmenden Modell- und Variantenvielfalt bei zugleich kürzeren Produktlebenszyklen, umfangreiche Modularisierungs- und Baukastenstrategien, hohe Dynamik beim Einsatz neuer Technologien im Auto, neue Entwicklungsschwerpunkte rund um Elektromobilität sowie starker Kostendruck und hohe Kapitalintensität.

Kooperationen und die Bildung von Netzwerken sollen diese Anforderungen an Innovationsleistungen einfacher bewältig bar machen. Durch die Entstehung neuer Wachstumsmärkte (bspw. BRICS Staaten), aber auch durch den ständigen Anstieg der Transportkosten lastet auf den Zulieferungsunternehmungen ein hoher Druck. Der zunehmende Wunsch nach individuellen Fahrzeugen und der Modell- und Variantenvielfalt spielt somit in der „Supply Chain“ (Wertschöpfungskette) eine große Rolle.

Eine Studie von Ingrid Göpfert und David Braun hat ausgewertet, welche Supply Chain Maßnahmen für die Zulieferungsunternehmung, die meisten Vorteile mit sich bringen.

Es sind dies:

  • Automatisierter Informationsaustausch
  • Gemeinsame Planung
  • Pull-orientierte Produktion der Zulieferungsunternehmung
  • Übertragung der Distributionsverantwortung und des Eigentums an den Gütern auf den Hersteller
  • Verwendung des selben Datenformats bei Herstellern und Zulieferungsunternehmungen

Bei den Zulieferungsunternehmungen konnten durch die Umsetzung dieser Maßnahmen Kostensenkungen von bis zu 65% erzielt werden. Aber nicht nur dort, sondern auch bei den Herstellern hatte dies positive Auswirkungen auf die Kosten.