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Value-Based Healthcare

veröffentlicht am 16. Juni 2016
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Steigender Kostendruck und zunehmende Patientenerwartungen zwingen Gesundheitseinrichtungen zum Umdenken.

Gesundheitseinrichtungen wie Kliniken und Universitätskliniken müssen derzeit einer Reihe von außergewöhnlichen Trends und Entwicklungen entgegensteuern. Zum einen erhöhen die innerhalb der letzten Jahrzehnte gestiegenen Anforderungen und Erwartungen der Patienten den Druck auf die Kliniken. Zum anderen steigen auch die Gesundheitskosten, trotz gezielter Kosteneinsparungsprogramme und Systemregulierungen, weiter an und belasten so die ohnehin bereits belasteten Budgets der Gesundheitseinrichtungen.

Patientenzentrierung zur Steigerung von Patienten-Outcomes und Kosteneinsparung

Der Ansatz „Value-Based Healthcare“ rückt den Patienten in den Mittelpunkt, setzt die erzielten Patienten-Outcomes ins Verhältnis zu den aufgewendeten Kosten und versucht so den aktuellen Entwicklungen gegenzusteuern. Mit dem Ansatz soll es somit nicht nur gelingen Patientenzufriedenheit und Patienten-Outcomes zu steigern, sondern auch Kosteneinsparungen zu erzielen und letztendlich auch die Effizienz in Kliniken zu erhöhen. In der Praxis kann dies, durch die Beobachtung einzelner Patientengruppen entlang des klinischen Behandlungspfades und die Analyse von Patienten-Outcomes sowie durch die Aufschlüsselung aufgewendeter Ressourcen und Kosten, erreicht werden.

Funktionaler Organisationsaufbau erschwert Kostensteuerung

Gerade diese Aufschlüsselung der aufgewendeten Ressourcen und Kosten entlang eines Behandlungspfades ist durch den funktionalen Organisationsaufbau in Kliniken äußerst schwierig. Denn die einzelnen Abteilungen sind je nach medizinischer Spezialisierung (z.B. Radiologie, Neurologie, Chirurgie) organisiert und auch die Budgetierung und Leistungskontrolle erfolgt in der Regel auf Abteilungsebene. Auf diese Art ist zwar eine Kostenkontrolle auf Abteilungsebene möglich,  eine spezifische Rückverfolgung jener Patientengruppen, die abteilungsübergreifend behandelt wurden ist allerdings nur mittels Einführung entsprechender abteilungsübergreifender Steuerungselemente möglich.

Umdenken im Einkauf beeinflusst Medizintechnik-Industrie

Auch beim Kauf neuer Medizintechnik-Produkte gewinnt der „Value-based“-Ansatz immer mehr an Bedeutung. Hat man in der Vergangenheit Kaufentscheidungen rein aus der Kostenperspektive getroffen, so werden heute auch weitreichendere Faktoren wie Patientennutzen, Patientenanforderungen oder Gesamtkosten berücksichtigt. Diese Änderung im Kaufverhalten beeinflusst auch die einzelnen Unternehmen der Medizintechnik-Industrie, die dadurch ebenfalls zu mehr Patientenorientierung gezwungen werden und Outcome-orientierte Geräte und Lösungen entwickeln müssen, um auch in Zukunft erfolgreich am Markt agieren zu können.