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"Make me"

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Ganz im Zeichen der Zeit gilt die „Make me“ Bewegung, die wir in einem unserer Trend-Newsletter vorgestellt haben, als Auslöser für Individualisierung auf mehreren Ebenen. Von der persönlichen Selbstdarstellung bis hin zur unternehmerischen Einzigartigkeit, es gilt, wir wollen schneller, flexibler und vor allem effizienter sein. Gegenläufig zu dieser Leistungsgesellschaft erleben wir auch eine Revolution von Innovationen. Die zunehmende Awareness für nachhaltige und ökologische Fertigungsmöglichkeiten machen individuelle, angepasste Produkte abseits der Massenindustrie und umwelt- und ressourcenschonende Prozesse wichtiger denn je. Doch wie kann man industrielle Effizienz in Einklang mit ökologischer Nachhaltigkeit und Individualisierung umsetzen? Die nachfolgenden Projekte zeigen, wie mithilfe des „Make me“ Trends ein Spagat zwischen Optimierung und Ökologisierung durch flexible und agile Entwicklungsmöglichkeiten stattfinden kann. Die zwei Projekte werden im Rahmen des Programms Research Studios Austria (RSA) der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG mit Mitteln des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) gefördert.

Wie können Nachhaltigkeit und Agilität zusammenfinden? Das Projekt „NitroFix“ des Instituts für Umweltbiotechnologie in Tulln (Universität für Bodenkultur Wien) will mit einer flexiblen Herangehensweise ein komplexes Problem zur Bereitstellung von Ammoniak und Aminosäuren lösen. Das derzeitige Haber-Bosch Verfahren benötigt 1,4% des weltweiten Energiebedarfs und verursacht 3-5% des weltweiten CO2 Ausstoßes. Das Projekt hat sich das Ziel gesetzt, mit einer Prozessinnovation die Fixierung von N2 durch Archaeen und Bakterien zu verbessern. Dieses biotechnologische Verfahren könnte die Effizienz des derzeitig gängigen Prozesses der Stickstofffixierung optimieren und gleichzeitig eine nachhaltige Alternative darstellen. Für das zukünftige Leistungsportfolio setzt NitroFix vor allem auf einen agilen Ansatz. Mittels maßgeschneiderten Prototypen sollen kundenspezifische Prozesse entwickelt und an die Bedürfnisse der Unternehmen angepasst werden. Das Research Studio Austria NitroFix will damit einen Meilenstein in der Verfahrens- und Prozessentwicklung zur mikrobiellen Stickstofffixierung setzen.

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© Research Studio NitroFix

 Auch nachhaltige Lösungsansätze in der Landwirtschaft können zu Prozess- und Produktinnovationen führen, das zeigt das Research Studio FusariumPrevent des Instituts für Biotechnologie in der Pflanzenproduktion der Universität für Bodenkultur Wien. Das Projekt „FusariumPrevent“ hat sich eine präventive Mikroorganismen-basierte Förderung der Pflanzengesundheit zum Ziel gesetzt. Um eine Alternative zu derzeitig etablierten Maßnahmen zu finden, liegt der Fokus des Projektes vor allem auf der Entwicklung eines Produktes zur Inhibierung der schädlichen Pilzfamilie Fusarium, um folgend eine Kontamination des Ernteguts mit Mykotoxinen zu verhindern. Das erste bereits kommerziell erhältliche Produkt NourivitPlus gewährleistet eine höhere Aktivität der Boden-Mikroorganismen, wodurch ein schneller Abbau von Ernterückständen und ein verbessertes Wachstum garantiert werden. Das Research Studio verfolgt vor allem weitere Produktverbesserungen zur Optimierung der mikrobiellen Mischung, um ebenfalls eine systemische Resistenz in Pflanzen zu induzieren und mittels Antagonisten die Produktion von Fusariumsporen auf Ernterückstände zu verhindern. Das Ziel des Projektes ist es, ein optimales in die landwirtschaftliche Routine integriertes Produkt zur Bekämpfung von Fusarium und Verbesserung des Ernteertrags zu entwickeln.

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© Research Studio FusariumPrevent: Antagonistische Wirkung nach 6 Tagen (li – Kontrolle, re – inhibiert durch Bakterien)

Open Innovation Ansätze bieten Unternehmen die Möglichkeit, Alltagsgeschäft und innovative Meilensteine unter einen Hut zu bringen. Forschungseinrichtungen sowie Berater erkennen dieses Potential und setzen vermehrt auf individuell abgestimmte Leistungen, um auf die Bedürfnisse der Unternehmen optimal einzugehen. Sei es Know-How Bereitstellung, Auftragsforschung oder das externe Anfertigen von Prototypen, es gilt je innovativer das Vorhaben desto agiler muss die Zusammenarbeit sein. Die beschriebenen Projekte sind Musterbeispiele für eine optimale Ausgewogenheit zwischen bewusster ökologischer Nachhaltigkeit und agiler Projektumsetzung. Die vorgestellten Projekte werden im Programm Research Studios Austria (RSA) der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG mit Mitteln des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) gefördert. Ziel ist die Intensivierung der Kooperation zwischen der österreichischen Wissenschaft und Wirtschaft. Weitere Informationen: https://www.ffg.at/programme/research-studios-austria.

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