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Strategieprozess für Reha Klinik Gruppe

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Branche: Life Science
Projektzeitraum: 2016

Ausgangssituation

Eine Reha-Klinik-Gruppe in Deutschland initiierte für einen Standort in Bayern einen Strategieprozess. Ziel war es, für die dort bestehende Reha-Klinik eine neue Ausrichtung zu definieren. Ausgangspunkt waren dabei anstehende hohe Investitionskosten in die Gebäudeinfrastruktur. Um eine nachhaltige Eignung einer neuen Infrastruktur zu gewährleisten, sollte ausgehend vom Strategieprozess eine mittelfristige Klinikentwicklung abgeleitet werden und diese in die Investitionsplanung und Gebäudeausgestaltung einfließen.

Ziel der Beratung

Im Rahmen des Strategieprozesses sollten vor allem 2 Komponenten bearbeitet werden: die kurz- und mittelfristige Entwicklung des Reha-Marktes (v.a. Fachbereiche, Kostenträger, Remunerationsverhalten, ambulante versus stationäre Behandlung und Mitbewerb), in Deutschland und für das konkrete Einzugsgebiet, sowie davon abgleitet explizite Entwicklungsoptionen für den Standort (Ausweitung der Fachbereiche, zukünftige Schwerpunktlegungen, Zielgruppenanpassungen).

Austin | BFP wurde gemeinsam mit einem deutschen Kooperationspartner beauftragt, die Entwicklung des für den Standort relevanten Reha-Marktes zu analysieren und in Abstimmung mit dem Auftraggeber relevante Entwicklungsoptionen inhaltlich und betriebswirtschaftlich zu simulieren.

Austin | BFP Vorgehensweise

Um diese Ziele zu erreichen, wurde ein mehrköpfiges Projektteam, bestehend aus einem Kernprojektteam auf Kundenseite (Business Development, Klinikleitung, Vertragsmanagement, ärztliche Leitung, Immobilienmanagement, Finanzwesen), sowie aus Branchenexperten auf Beraterseite (ehemalige Klinikleiter und Marktexperten), zusammengestellt.

Phase 1: Im Rahmen einer Ramp-up-Phase wurde der Umfang des Projektes festgelegt und umfangreich bestehende Informationen und Unterlagen zum Standort und den strategischen Leitlinien des Konzerns erhoben. Mit ausgewählten Schlüsselmitarbeitern der Klinik wurden strukturierte Interviews (sog. Belief Audits) durchgeführt, um einerseits Informationen weiter zu verdichten und andererseits subjektive Entwicklungspotentiale zu diskutieren.

Phase 2: Davon ausgehend wurde ein eigens für dieses Projekt zugeschnittenes Marktprognosetool entwickelt, um Rehabilitationsbedarfe der nächsten 10 Jahre zu simulieren. Dieses Modell berücksichtigte die unterschiedlichen therapeutischen Fachbereiche und ICD-Klassen (internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme), in Kombination mit dazu prognostizierten Aufenthaltsdauern, die generelle demografische Entwicklungen in Deutschland sowie absehbare gesetzliche Änderungen im Bereich der Gesundheitswirtschaft. Auf dieser Basis war es möglich, Marktpotentiale für potenzielle zukünftige Fachbereiche aufzuzeigen, wie auch bestehende Marktanteile auf Landkreisbasis in einzelnen Diagnoseklassen zu evaluieren.

Phase 3: In Phase 3 wurden im Rahmen von Workshops mit dem Auftraggeber mögliche Optionen für den Standort diskutiert und erarbeitet. 4 Stoßrichtungen daraus wurden schließlich in betriebswirtschaftliche Modelle gegossen und strukturelle und organisatorische Implikationen, sowie Chancen und Risiken und notwendige Maßnahmen abgeleitet. Abschließend erfolgte eine klare Empfehlung seitens des Auftragnehmers für eine dieser Varianten.