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Investitionszuwachsprämie für Großunternehmen

veröffentlicht am 20. März 2017
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Um Investitionsanreize über alle Unternehmensgrößen und Branchen zu setzen, wird auch für Großunternehmen eine direkte Förderung eingeführt. Damit soll ein Anreiz für Unternehmensinvestitionen und in Folge dessen ein weiterer Wachstums- und Beschäftigungsimpuls gesetzt werden. Die Förderung wird als Prämie umgesetzt, insgesamt stehen 100 Mio. Euro zur Verfügung!

  • Anknüpfend an die im Rahmen der nach EU-Definition auf KMU abgestellte Investitionszuwachsprämie sollen Unternehmen mit zumindest 250 Beschäftigten oder deren Umsatz 50 Mio. Euro und deren Bilanzsumme 43 Mio. Euro überschreiten ebenfalls gefördert werden.
  • Gefördert werden materielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen eines Unternehmens an österreichischen Standorten. Ausgenommen sind beispielsweise gebrauchte Anlagegüter, Investitionen in Fahrzeuge, leasingfinanzierte Investitionen, Grundstücke, Finanzanlagen und aktivierte Eigenleistungen. Nicht förderbar sind Unternehmen, die keine Jahresabschlüsse für zumindest drei volle Geschäftsjahre vorlegen können.
  • Die Förderung erfolgt in Form einer Prämie in Höhe von 10 % des Investitionszuwachses. Der den Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre übersteigende Investitionsbetrag stellt dabei den „Investitionszuwachs“ dar.
  • Der förderfähige Investitionszuwachs muss mindestens 500.000 Euro betragen, maximal wird ein Zuwachs von 10 Mio. Euro gefördert. Daraus ergibt sich eine mögliche Einzelförderung in der Bandbreite von mindestens 50.000 Euro bis maximal 1 Mio. Euro in Regionalförderungsgebieten.
  • Die Förderungsobergrenzen werden durch das EU-Beihilferecht definiert. Das Programm wird sowohl unter De-minimis als auch unter Artikel 14 Regionale Investitionsbeihilfen nach Allgemeiner Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) abgewickelt. Durch De-minimis wird die maximale Förderungshöhe auf 200.000 Euro kumuliert binnen dreier Wirtschaftsjahre beschränkt. Die AGVO ermöglicht höhere Zuschüsse in den entsprechenden Regionalförderungsgebieten. Davon profitiert insbesondere der ländliche Raum.
  • Die Befristung der Maßnahme von 1.3.2017 bis 31.12.2017 stellt den Zeitraum der möglichen Antragstellung dar. Die Umsetzung der betreffenden Investitionsvorhaben muss binnen zwei Jahren nach Ausstellung des Fördervertrages erfolgen.
  • Die Investitionszuwachsprämie wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) von der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) und der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank Gesellschaft mbH (ÖHT) abgewickelt.  Die vorgesehenen Mittel werden nach dem „first-come, first-served“-Prinzip vergeben.

https://www.aws.at/foerderungen/aws-investitionszuwachspraemie-fuer-grossunternehmen/